Vielleicht kennst du das: Dein Hund zeigt ein Verhalten, das dich irritiert, fordert oder sogar verzweifeln lässt. Er ist unruhig, zieht an der Leine, reagiert sensibel, wirkt ängstlich oder braucht ständig deine Aufmerksamkeit.
Und irgendwo tief in dir spürst du: Da geht es um mehr als nur Erziehung. Ich bin überzeugt: Hunde sind keine Zufälle in unserem Leben. Sie kommen nicht nur zu uns, um begleitet zu werden – sie begleiten uns.
Hunde hören nicht auf Worte, sondern auf dein Inneres
Hunde reagieren nicht auf das, was wir sagen. Sie reagieren auf das, was wir fühlen. Auf unsere innere Haltung, auf Stress, auf ungeklärte Emotionen, auf Unsicherheit oder innere Anspannung. Ein Hund braucht keine langen Erklärungen. Er spürt, ob wir bei uns sind – oder im Kopf. Ob wir klar sind – oder innerlich schwanken. Ob wir uns selbst vertrauen – oder ständig im Außen suchen. Und genau hier beginnt die eigentliche Botschaft.
Wenn Verhalten zur Sprache wird
Oft versuchen wir, das Verhalten unseres Hundes zu korrigieren. Mehr Training. Mehr Kontrolle. Mehr Regeln. Doch was wäre, wenn das Verhalten kein Problem ist – sondern eine Einladung? Eine Einladung, hinzuschauen. Eine Einladung, innezuhalten. Eine Einladung, ehrlich mit uns selbst zu werden. Denn manchmal trägt der Hund das, was wir selbst (noch) nicht fühlen wollen. Manchmal spricht er das aus, was wir lange übergangen haben. Nicht, um uns zu bestrafen. Sondern, um uns zurück zu uns selbst zu führen.
Dein Hund als Spiegel deiner inneren Welt
Hunde leben im Hier und Jetzt. Sie sind präsent, ehrlich und unmittelbar. Genau deshalb reagieren sie so fein auf innere Spannungen. Auf Überforderung. Auf ungelöste Themen. Auf fehlende Klarheit oder innere Zerrissenheit. Wenn wir beginnen, uns selbst zu regulieren, wenn wir ruhiger, klarer und verbundener werden, verändert sich oft auch der Hund – ganz ohne, dass wir ihn „verändern“ wollten. Nicht immer sofort. Aber nachhaltig.
Warum ich den Menschen coache, nicht den Hund
In meiner Arbeit geht es nicht darum, Hunde zu trainieren. Es geht darum, Menschen zu begleiten, die bereit sind, Verantwortung für ihr inneres Erleben zu übernehmen.
Der Hund ist dabei Spiegel, Hinweisgeber und Wegweiser. Er zeigt, wo wir hinschauen dürfen. Nicht wertend – sondern liebevoll. Denn echte Veränderung entsteht nicht durch Druck. Sondern durch Bewusstsein. Durch innere Klarheit. Durch Verbindung.
Was passiert, wenn du beginnst zuzuhören
Wenn du aufhörst, nur im Außen zu suchen, und beginnst, nach innen zu lauschen, kann sich vieles verändern:
- mehr innere Ruhe
- mehr Vertrauen – in dich und in deinen Hund
- eine tiefere Verbindung
- weniger Kampf, weniger Druck
- mehr Leichtigkeit im Miteinander
Denn wenn du dich veränderst, muss dein Hund oft nicht mehr für dich sprechen.
Eine Einladung an dich
Wenn du spürst, dass dein Hund dich auf etwas aufmerksam macht, wenn du ahnst, dass sein Verhalten eine Botschaft trägt, dann bist du hier genau richtig.
Dein Hund spricht mit dir, ich helfe dir zuzuhören.
Manchmal beginnt der wichtigste Weg nicht beim Hund, sondern bei dir. 🤍










